Pressemitteilungen

Hier kommt dann noch ein Beschreibungstext hin.

2026
23 Apr

Pay-to-Win im Studium: Warum Gebühren für Verbesserungsversuche im Jurastudium ungerecht sind.

Mit großer Sorge beobacht­en wir die geplante Änderung der Juris­tis­chen Aus­­bil­­dungs- und Prü­fung­sor­d­nung (JAPO). Darin sollen zeit­gle­ich mit den E‑Examen Prü­fungs­ge­bühren für den Verbesserungsver­such im ersten juris­tis­chen Staat­sex­a­m­en (350 Euro) und im zweit­en Staats-exa­m­en (650 Euro) einge­führt wer­den. Bish­er waren diese Verbesserungsver­suche kosten­frei – und das aus gutem Grund. Die Ein­führung dieser enor­men Gebühren ist entsch­ieden abzu-lehnen.  Diese Maß­nahme stellt eine erhe­bliche zusät­zliche finanzielle Belas­tung für Studierende dar. Bere­its heute ist das Juras­tudi­um ein­er der kosten­in­ten­sivsten und belas­tend­sten Stu­di­en-gänge: eine jahre­lange Stu­dien­zeit ohne Einkom­men, kostenpflichtige Repeti­to­rien, teure Lern-mate­ri­alien und oft­mals ein erhe­blich­er psy­chis­ch­er Druck. Nun sollen Studierende auch noch für die Möglichkeit bezahlen, ihre ein­mal erzielte Note zu verbessern. Das ist sozial ungerecht und trifft vor allem Studierende aus einkom­menss­chwächeren Fam­i­lien. Die geplanten Ände-run­­gen unter­graben die Chan­cen­gle­ich­heit im juris­tis­chen Aus­bil­dungssys­tem. Die End­note im Staat­sex­a­m­en entschei­det maßge­blich über die beru­fliche Per­spek­tive, obwohl sie lediglich auf dem Ergeb­nis ein­er einzi­gen Woche des gesamten Studi­ums basiert. Der Zugang zu Kar­ri-eren in Jus­tiz, Ver­wal­tung und Wis­senschaft hängt fast auss­chließlich von den erbracht­en Leis-tun­­gen im Staat­sex­a­m­en ab. Eine Noten­verbesserung an eine finanzielle Hürde zu kop­peln, wi-der­spricht jedem Anspruch an ein leis­tung­sori­en­tiertes Aus­bil­dungssys­tem. Die geplanten Ge-bühren führen zu ein­er Selek­tion und ver­schär­fen die soziale Ungle­ich­heit. Sabine Kam­intzky betont: “Wer aus einem finanzs­tarken Eltern­haus stammt, kann sich einen zweit­en Ver­such – und damit eine bessere Note – leis­ten. Die geplanten Gebühren ver­schieben die Spiel­regeln: Nicht mehr nur Leis­tung zählt, son­dern auch finanzielle Möglichkeit­en. Wer Chan­cen bepreist, pro­duziert Ungle­ich­heit – genau das passiert hier.“  Darüber hin­aus wirft auch die konkrete Aus­gestal­tung der Gebühren erhe­bliche Fra­gen auf. Der deut­liche Preis­sprung zwis­chen dem ersten und dem zweit­en Staat­sex­a­m­en (350 Euro bzw. 650 Euro) ist sach­lich kaum nachvol­lziehbar. Für Studierende entste­ht der Ein­druck, dass die Höhe der Gebühr für das zweite Exa­m­en nicht sach­lich begrün­det ist, son­dern schlicht festge-set­zt wurde. Es bleibt unklar, warum der Verbesserungsver­such im zweit­en Exa­m­en nahezu dop­pelt so hoch bepreist wer­den soll, obwohl bei­de Prü­fun­gen zen­trale Bestandteile der­sel­ben Aus­bil­dung darstellen. Als Begrün­dung für die Ein­führung der Gebühren führt das Min­is­teri­um an, dass sich Studierende regelmäßig zum Exa­m­en anmelden, jedoch nicht erscheinen und dadurch ver­mei­d­bare Kosten verur­sachen. Dieses Prob­lem ist dur­chaus real, die gewählte Lösung jedoch wenig ziel­gerichtet. Eine pauschale Kosten­be­las­tung aller Prüflinge im Verbesse-rungsver­­such trifft auch diejeni­gen, die sich ver­ant­wor­tungsvoll ver­hal­ten und tat­säch­lich an der Prü­fung teil­nehmen. Deut­lich sin­nvoller wäre eine dif­feren­zierte Regelung: Beispiel­sweise kön­nten Gebühren gezielt bei unbe­grün­de­tem Nichter­scheinen erhoben wer­den. Ein solch­er Ansatz würde Fehlver­hal­ten adressieren, ohne zugle­ich alle Prüflinge pauschal zu belas­ten. Hinzu kommt, dass im Zuge der geplanten Änderun­gen auch die Ein­führung des E‑Examens vor­angetrieben wird. Diese Entwick­lung ist grund­sät­zlich zu begrüßen: Die Dig­i­tal­isierung der Prü­fungs­for­mate ist über­fäl­lig und kann zu mehr Effizienz, Ein­heitlichkeit und zeit­gemäßen Prü-fungs­be­d­in­­gun­­gen beitra­gen. Prob­lema­tisch ist jedoch, dass ein Teil der damit ver­bun­de­nen Kosten offen­bar auf die Studieren­den durch die Verbesserungsver­suche umgelegt wer­den soll. Mit der Ein­führung weit­er­er Kosten wer­den ohne­hin weniger priv­i­legierte Studierende struk­turell aus­geschlossen.  Darüber hin­aus ist der hochschulpoli­tis­che Effekt dieser Regelung nicht hin­re­ichend durch-dacht. Die zusät­zliche finanzielle Hürde wird dazu führen, dass Studierende noch größere Angst vor dem Staat­sex­a­m­en entwick­eln. Wenn ein Verbesserungsver­such nicht nur emo­tion­al, son-dern auch finanziell sank­tion­iert oder aus finanziellen Grün­den unmöglich wird, wer­den viele Studierende ver­suchen, auf Num­mer sich­er zu gehen und ihr Exa­m­en weit­er hin­auszuzögern. Die Fol­gen sind län­gere Stu­dien­zeit­en und eine stärkere Inanspruch­nahme von uni­ver­sitären Ange­boten wie Klausurenkursen und Exa­m­ens­be­treu­un­gen. Diese sind betreu­ungs- und kos-ten­in­ten­­siv und verur­sachen erhe­bliche Mehrkosten für die Uni­ver­sitäten – ein Effekt, der den ange­blichen finanziellen Nutzen der Gebühren ad absur­dum führt.  Auch gesellschaftlich ist die geplante Regelung äußerst kri­tisch zu bew­erten. Wenn sich weni-ger Studierende einen Verbesserungsver­such leis­ten kön­nen oder wollen, sinkt die Zahl der Ab-sol­ventin­­nen und Absol­ven­ten mit Prädikat­sex­a­m­en. Ger­ade diese Noten sind jedoch häu­fig Voraus­set­zung für den Zugang zur Jus­tiz. Angesichts des bere­its beste­hen­den und sich weit­er ver­schär­fend­en Richter*innenmangels ist es bil­­dungs- und gesellschaft­spoli­tisch unver­ant-wortlich, struk­turelle Hür­den zu schaf­fen, die eine Noten­verbesserung erschw­eren. Amir Hasu­kic bekräftigt: “Anstatt Zugänge zu juris­tis­chen Berufen zu öff­nen und chan­cen­gerecht zu gestal-ten, wird die soziale Ungerechtigkeit im Juras­tudi­um ver­stärkt. Aus einem Exa­m­en wird ein Preiss­child, und das hat im Bil­dungssys­tem nichts ver­loren.” Statt jun­gen Men­schen die Per-spek­­tive auf eine Leis­tungsverbesserung zu ver­bauen, müsste diese vielmehr aktiv gefördert wer­den. Das juris­tis­che Staat­sex­a­m­en ist einzi­gar­tig. In kaum einem anderen Stu­di­en­gang hängt die End­note so stark von ein­er extrem kurzen Prü­fungsphase ab, die über Jahre der Aus-bil­­dung hin­weg entschei­det. Moritz Schmid verdeut­licht: “Genau deshalb ist es essen­ziell, Stu-dieren­­den die Möglichkeit zu geben, sich zu verbessern, Erfahrun­gen aus dem ersten Ver­such zu nutzen und ihre tat­säch­liche Leis­tungs­fähigkeit unter Beweis zu stellen. Wer seine Exa­m­ens-note verbessern will, sollte nur an Leis­tung gemessen wer­den – nicht am Kon­to­stand.” Abschließend lässt sich fes­thal­ten: Die Ein­führung von Gebühren für den Verbesserungsver-such im Staat­sex­a­m­en ist sozial ungerecht, ver­schärft die Bil­dung­sun­gle­ich­heit, belastet die Uni­ver­sitäten zusät­zlich und hat neg­a­tive Auswirkun­gen auf die gesamte Gesellschaft. Diese geplante Änderung der JAPO darf nicht umge­set­zt wer­den. Der Verbesserungsver­such muss weit­er­hin kosten­frei bleiben – im Inter­esse der Chan­cen­gle­ich­heit, der Qual­ität der juris­tis­chen Aus­bil­dung und ein­er funk­tions­fähi­gen Jus­tiz. 

29 Mär

Wahlen des Landesstudierendenrats: Ab April ein neues Sprecher*innen-Team

von links: Moritz Schmid, Amir Hasu­kic und Sabine Kam­intzky Auf der diesjähri­gen Wahlsitzung des Bay­erischen Lan­desstudieren­den­rats an der Tech­nis­chen Hochschule Nürn­berg am 11. Jan­u­ar 2026 wur­den die neuen Sprecher*innen gewählt. Ab 01. April 2026 wer­den Sabine Kam­intzky (Katholis­che Stiftung­shochschule München), Amir Hasu­kic (Uni­ver­sität Bayreuth) und Moritz Schmid (Uni­ver­sität Regens­burg) als neues Sprecher*innen-Team die über 400.000 bay­erischen Studieren­den vertreten. Im bish­eri­gen Amt­s­jahr kon­nten sich die derzeit­i­gen Sprecherin­nen unter anderem erfol­gre­ich für eine Erhöhung der Investi­tio­nen in Sanierungs­maß­na­hen ein­set­zen. Dies gelang ihnen zulet­zt mit der Aus­rich­tung ein­er Kun­stausstel­lung zu den mar­o­den Zustän­den der Hochschulen. Anknüpfend an die bish­eri­gen Erfolge, freut sich das neue Team darauf, in die Fußstapfen ihrer Vorgän­gerin­nen zu treten und gemein­sam mit den Delegierten an weit­eren Pro­jek­ten für die stu­den­tis­chen Inter­essen zu arbeit­en. Neben den aktuellen Posi­tio­nen brin­gen die zukün­fti­gen Sprecherin­nen eigene The­men­schw­er­punk­te mit. Sabine Kam­intzky äußert sich: „Hochschulen soll­ten Orte sein, an denen Ver­ant­wor­tung für die Inklu­sion der Studieren­den über­nom­men wird und beispiel­sweise Beschilderun­gen in Brailleschrift nicht nur die pos­i­tive Aus­nahme sind”. Amir Hasu­kic ergänzt: „Zusät­zlich müssen wir uns stärk­er für mehr Chan­cen­gle­ich­heit, bezahlbaren Wohn­raum und kostengün­stige Mobil­ität ein­set­zen, damit Studieren nur noch eine Frage der per­sön­lichen Entschei­dung wird“. Darüber hin­aus bekräftigt Moritz Schmid: „Unsere Hochschulen müssen beim The­ma Nach­haltigkeit und Dig­i­tal­isierung eine Vor­re­it­er­rolle ein­nehmen. Ein­er­seits müssen wir durch bessere dig­i­tale Infra­struk­tur die Rah­menbe­din­gun­gen für exzel­lente Lehre stärken. Ander­er­seits müssen Trans­for­ma­tion­sprozesse der Hochschulen nach­haltig mit­gestal­tet wer­den“. Die amtieren­den Sprecher*innen blick­en auf eine erfol­gre­iche Amt­szeit zurück und freuen sich zugle­ich über das Engage­ment der Studieren­den: „Es ist schön zu sehen, dass das Amt der Sprecher*innen des BayStu­Ra nun in motivierte und ver­ant­wor­tungs­be­wusste Hände überge­ht“, erk­lären Mona Dirmaier, Lukas Strutz und Anni­ka Win­ters­berg­er.  „Die Her­aus­forderun­gen unser­er Studieren­den sind vielfältig und kom­plex. Deshalb möcht­en wir deren Anliegen vorantreiben und uns für die Verbesserung der Stu­di­enbe­din­gun­gen ein­set­zen. Wir als Teil der bay­erischen Hochschul­land­schaft freuen uns darauf gemein­sam mit Studieren­den, poli­tis­chen Ansprecher­part­ner­in­nen und Ver­bän­den zusam­men­zuar­beit­en.“, so das zukün­ftige Sprecherin­nen Team.

2025
20 Sep

Preisexplosion beim Deutschlandticket: Studierende schlagen Alarm

Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat (BayStu­Ra) kri­tisiert die angekündigte erneute Erhöhung des Deutsch­landtick­ets auf 64 Euro.  „Die geplante Erhöhung des Deutsch­landtick­ets ist ein Schlag ins Gesicht viel­er Studieren­der“, kri­tisiert Mona Dirmaier, Sprecherin des BayStu­Ra. „Für uns ist ein bezahlbar­er öffentlich­er Nahverkehr nicht nur wün­schenswert, son­dern essen­ziell, um über­haupt studieren zu kön­nen. In der aktuell ohne­hin anges­pan­nten finanziellen Lage viel­er Studieren­der stellt sich zunehmend die Frage, ob ein Studi­um ohne umfassende Unter­stützung aus dem Eltern­haus über­haupt noch real­isier­bar ist.“ Für Studierende ist der öffentliche Nahverkehr Voraus­set­zung, um am Hochschu­lall­t­ag teilzunehmen — sei es für den Weg zur Uni, zum Neben­job oder zum Prak­tikum. Beson­ders in einem Flächen­land wie Bay­ern, wo Wohnorte und Hochschul­stan­dorte oft weit auseinan­der­liegen, ist bezahlbare Mobil­ität kein Luxus, son­dern Grund­vo­raus­set­zung für Bil­dungs­gerechtigkeit. „Wer solche Preis­steigerun­gen beschließt, blendet die Real­ität der Studieren­den schlicht aus. Das sorgt für Frus­tra­tion“, erk­lärt Anni­ka Win­ters­berg­er, Sprecherin des BayStu­Ra. „Während das BAföG nach wie vor nicht ans Exis­tenzmin­i­mum angepasst ist und tausende Studierende ohne­hin schon am finanziellen Lim­it leben, soll aus­gerech­net beim Zugang zur Mobil­ität weit­er abkassiert wer­den. Das ist unver­ant­wortlich.“ „Die angekündigten automa­tis­chen Preis­steigerun­gen ab 2027 ver­schär­fen das Prob­lem zusät­zlich. Anstatt langfristige finanzielle Sicher­heit für Studierende zu schaf­fen, wird die Unsicher­heit insti­tu­tion­al­isiert. Mobil­ität wird zur Kosten­falle, anstatt ein ver­lässlich­er Bestandteil der Stu­di­en­re­al­ität zu sein”, so die Sprecher*innen des BayStu­Ra. „Was wir brauchen, ist eine nach­haltige und sozial gerechte Finanzierung des ÖPNV und keine Preis­spi­rale, die junge Men­schen sys­tem­a­tisch auss­chließt“, so Lukas Strutz, Sprech­er des  BayStu­Ra. „Ohne einen bezahlbaren ÖPNV wird die soziale Kluft im Bil­dungswe­sen weit­er wach­sen.“ Der BayStu­Ra appel­liert ein­dringlich an die Bay­erische Lan­desregierung, sich auf Bun­de­sebene klar gegen die Preis­er­höhung zu posi­tion­ieren. Gle­ichzeit­ig müsse das Land die beste­hende Ermäßi­gung für Studierende deut­lich ausweit­en, um die dro­hende finanzielle Mehrbe­las­tung auszu­gle­ichen. Es braucht eine langfristige Strate­gie von Bund und Län­dern, um das Deutsch­landtick­et für einkom­menss­chwache Grup­pen — ins­beson­dere Studierende — bezahlbar zu hal­ten.

24 Mär

Gemeinsame Sitzung der FREIE WÄHLER-Fraktion mit dem Bayerischen Landesstudierendenrat im Maximilianeum​​

Pia­zo­lo: Lan­desstudieren­den­rat stark­er Part­ner in der Hochschulpoli­tik München. Schnellerer Aus­bau von Wohn­heimen, unbürokratis­cheres BAföG-Man­age­­ment und Rück­kehr zum 29-Euro-Tick­­et für gün­stige stu­den­tis­che Mobil­ität: Das waren drei der wichtig­sten Anliegen des Bay­erischen Lan­desstudieren­den­rats bei sein­er gemein­samen Sitzung mit der FREIE WÄH­LER-Frak­­tion am Son­ntag im Max­i­m­il­ia­neum. Im Rah­men der Sitzung ver­ab­schiedete der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat sein Grund­satzpro­gramm mit ein­er Vision für das Jahr 2035. Um den vielfälti­gen Her­aus­forderun­gen in Bere­ichen wie bezahlbar­er Wohn­raum, nach­haltige Gebäude und inklu­sive Lehre zu begeg­nen, fordert der Rat von der bay­erischen Hochschulpoli­tik aus­re­ichende Ressourcen und Offen­heit für Verän­derun­gen. Die Sprecher*innen des Bay­erischen Lan­desstudieren­den­rats, Isabel­la Hen­nessen, Jakob Sehrig und Nils Weber zu dem Papi­er: „Es ist wichtig, dass die Studieren­den­schaften Bay­erns gemein­sam und langfristig an fes­ten Zie­len arbeit­en, um die Stu­di­enbe­din­gun­gen nach­haltig zu verbessern. Der erste Meilen­stein ist erre­icht, jet­zt geht es an die Umset­zung.“ Auch die desig­nierten Sprecher*innen Mona Dirmaier, Lukas Strutz und Anni­ka Win­ters­berg­er freuen sich auf die anste­hen­den Auf­gaben: „Es ist viel zu tun, aber der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat ist gut ver­net­zt und eine starke Stimme für die Studieren­den. Wir bauen auf einem guten Fun­da­ment und freuen uns, konkrete Pro­jek­te anzus­toßen.“ Dazu erk­lärt der hochschulpoli­tis­che Frak­tion­ssprech­er und Vor­sitzende des Land­tagswis­senschaft­sauss­chuss­es Prof. Dr. Michael Pia­zo­lo: „Die heutige gemein­same Sitzung war ein starkes Zeichen für die Studieren­den in Bay­ern. Mit dem Lan­desstudieren­den­rat set­zen wir uns dafür ein, Bay­ern zu einem noch attrak­tiv­eren Hochschul­stan­dort zu machen. Ich freue mich, dass wir FREIE WÄHLER im Bay­erischen Land­tag unseren akademis­chen Nach­wuchs dabei nach Kräften unter­stützen kön­nen.“ Die zen­tralen Forderun­gen des Bay­erischen Lan­desstudieren­den­rats an die bay­erische Hochschulpoli­tik:

11 Mär

Zukunftsweichen stellen: Dringender Bedarf an bezahlbarem Wohnraum

Die aktuellen Zahlen des Moses-Mendelssohn-Insti­­tuts zeich­nen ein düsteres Bild: In vie­len bay­erischen Hochschul­städten liegen die Miet­preise für WG-Zim­mer weit­er weit über der vorge­se­henen Wohn­pauschale des BAföGs. So beläuft sich der Durch­schnitt in München inzwis­chen auf rund 800 € pro Monat – auch wenn sich die Miet­preise mit­tel­fristig sta­bil­isieren soll­ten, wer­den sie die aktuelle BAföG-Wohn­­pauschale weit­er­hin deut­lich über­steigen. Die Kon­se­quen­zen sind fatal: lange Pen­del­wege, prekäre Wohn­ver­hält­nisse und der Ver­lust von Selb­st­ständigkeit während des Studi­ums. Im Rah­men der aktuellen Koali­tionsver­hand­lun­gen sieht der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat (BayStu­Ra) endlich die Chance, diesen Miss­stand nach­haltig zu beheben. „Die bish­eri­gen Ansätze, wie das Pro­gramm ‚Junges Wohnen‘, sind zwar ein Anfang, reichen aber bei Weit­em nicht aus und müssen drin­gend langfristig ver­stetigt wer­den. Wir brauchen eine mas­sive Förderung von Neubau- und Sanierung­spro­jek­ten sowie gezielte finanzielle Unter­stützung für stu­den­tis­che Wohn­pro­jek­te“, fordert Isabel­la Hen­nessen, Sprecherin des BayStu­Ra. Jakob Sehrig, eben­falls Sprech­er des BayStu­Ra, betont: „Nur durch eine enge und koor­dinierte Zusam­me­nar­beit zwis­chen Bund, Län­dern, Studieren­den­werken und Hochschulen kann der Wohn­raum­man­gel nach­haltig reduziert und die Chan­cen­gle­ich­heit im Studi­um langfristig gesichert wer­den.“ Nils Weber, Sprech­er des BayStu­Ra, ergänzt: „Wenn auf Bun­de­sebene über Son­derver­mö­gen disku­tiert wird, darf der Woh­nungs­bau für Studierende nicht außen vor bleiben. Bezahlbar­er Wohn­raum ist essen­ziell, um Chan­cen­gle­ich­heit und den Stu­di­ener­folg zu sich­ern. Daher darf bezahlbar­er Wohn­raum keine Man­gel­ware bleiben!“ Neben dem Aus­bau öffentlich­er Wohn­heime braucht es eine ver­stärk­te Förderung genossen­schaftlich­er Wohn­mod­elle. Diese bieten langfristig sta­bile und bezahlbare Alter­na­tiv­en zum über­hitzten Woh­nungs­markt. „Zusät­zlich braucht es klare geset­zliche Regelun­gen, um Speku­la­tio­nen mit stu­den­tis­chem Wohn­raum zu ver­hin­dern und Miet­steigerun­gen wirk­sam zu begren­zen”, betont Jakob Sehrig.  Ein weit­er­er Hebel ist die Bere­it­stel­lung öffentlich­er Flächen für stu­den­tis­chen Woh­nungs­bau und der Abbau bürokratis­ch­er Hür­den. Mit diesen Maß­nah­men will der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat sich­er­stellen, dass Studierende nicht durch exor­bi­tante Miet­preise benachteiligt wer­den. „Unsere Forderun­gen richt­en sich klar an alle Ver­hand­lungspart­ner: Es ist höch­ste Zeit, den stu­den­tis­chen Woh­nungs­bau verbindlich und langfristig in die Koali­tionsver­hand­lun­gen aufzunehmen“, fordert Nils Weber abschließend. Der BayStu­Ra ste­ht damit für eine Poli­tik, die den Zugang zu bezahlbarem Wohn­raum als grundle­gende Voraus­set­zung für eine chan­cen­gerechte Hochschul­bil­dung anerken­nt und Bay­ern sowie Deutsch­land als Bil­­dungs- und Wis­senschafts­stan­dort langfristig sichert.

5 Mär

Zukunftsweichen stellen: Hochschulen als wichtiges Element zukunftsfähiger Infrastruktur

500 Mil­liar­den Son­derver­mö­gen für die Infra­struk­tur Deutsch­lands: Das Ziel, die Infra­struk­tur voranzubrin­gen ist für die Inno­va­tion­skraft Deutsch­lands uner­lässlich, ein Ziel, bei dem die Hochschulen nicht vergessen wer­den dür­fen. Der Sanierungs­be­darf an Hochschulen ist gravierend – Schätzun­gen der Stadt Ham­burg zufolge fehlen bis zu 140 Mil­liar­den Euro. Über Jahre gewach­sene Investi­tion­sstaus haben dazu geführt, dass Studierende und Lehrende in Gebäu­den ler­nen und arbeit­en müssen, die den heuti­gen Anforderun­gen nicht mehr gerecht wer­den. Von undicht­en Däch­ern über defek­te Heizun­gen bis hin zu fehlen­dem WLAN – vielerorts ist die Sit­u­a­tion untrag­bar. Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat (BayStu­Ra) fordert eine entschlossene und nach­haltige Sanierungsstrate­gie, die Hochschulen nicht nur instand set­zt, son­dern zukun­fts­fähig macht. „Unsere Hochschulen sind Orte der Inno­va­tion, Bil­dung und Forschung – doch ihre bauliche Sub­stanz spiegelt das nicht wider“, kri­tisiert Isabel­la Hen­nessen, Sprecherin des BayStu­Ra. „In Hörsälen mit Wasser­schä­den, Laboren mit ver­al­teter Tech­nik und Bib­lio­theken ohne angemessene Arbeit­splätze lässt sich keine erstk­las­sige Wis­senschaft betreiben. Es ist höch­ste Zeit, dass die Sanierung von Hochschulen auf die poli­tis­che Agen­da kommt und nicht weit­er vertagt wird.“ Die Män­gel sind nicht nur eine Belas­tung für den Hochschul­be­trieb, son­dern gefährden auch die soziale und ökol­o­gis­che Zukun­fts­fähigkeit der Hochschulen. Bar­ri­ere­frei­heit ist häu­fig unzure­ichend, was Studieren­den mit Beein­träch­ti­gun­gen mas­sive Hür­den im Stu­di­en­all­t­ag bere­it­et. Gle­ichzeit­ig sind viele Hochschul­ge­bäude ener­getisch ver­al­tet, was zu steigen­den Betrieb­skosten führt. „Wer exzel­lente Wis­senschaft fördern will, muss für die entsprechen­den Rah­menbe­din­gun­gen sor­gen“, ergänzt Jakob Sehrig, Sprech­er des BayStu­Ra. „Es braucht einen struk­turi­erten und langfristig finanzierten Sanierungs­plan, der Hochschulen mod­ernisiert, bar­ri­ere­frei gestal­tet und ener­getisch auf den neuesten Stand bringt.“ Die Ver­ant­wor­tung für eine nach­haltige Sanierung­sof­fen­sive liegt nicht allein bei den Hochschulen, son­dern muss von Bund und Län­dern gemein­sam gestützt wer­den. Statt kurzfristiger Einzel­maß­nah­men oder kos­metis­ch­er Repara­turen fordert der BayStu­Ra eine langfristige Strate­gie mit verbindlichen Zusagen zur Finanzierung und Umset­zung der Sanierung­spro­jek­te: „Bei den aktuellen Anträ­gen über Son­derver­mö­gen darf die Sanierung von Hochschulen auf keinen Fall ver­nach­läs­sigt wer­den”, so die Sprecher*innen des BayStu­Ra. „Hochschulen sind nicht nur Orte des Ler­nens und Forschens, son­dern auch zen­trale Bestandteile gesellschaftlich­er Entwick­lung. Eine mar­o­de Infra­struk­tur ist eine Belas­tung für alle. Gebäude, in denen es durch die Decke reg­net, eignen sich nicht als Bib­lio­theken“, betont Nils Weber, Sprech­er des BayStu­Ra. “Die Sanierung unser­er Hochschulen muss zur Pri­or­ität wer­den, damit Wis­senschaft und Bil­dung in Deutsch­land eine zukun­fts­fähige Grund­lage haben.“

3 Mär

Zukunftsweichen stellen: Psychische und physische Gesundheit – jetzt handeln!

Die psy­chis­che und physis­che Gesund­heit der Studieren­den ste­ht zunehmend unter Druck. Rund 16 % der Studieren­den lei­den laut der Studieren­den­be­fra­gung best3 unter gesund­heitlichen Beein­träch­ti­gun­gen, die ihren Stu­di­en­all­t­ag erhe­blich erschw­eren – Ten­denz steigend. Viele Hochschulen reagieren nicht aus­re­ichend auf diese Entwick­lun­gen. Beson­ders psy­chis­che Belas­tun­gen nehmen zu, ver­stärkt durch hohe Leis­tungsan­forderun­gen, finanzielle Unsicher­heit­en und struk­turelle Män­gel im Hochschul­sys­tem. Daneben spie­len auch kör­per­liche Belas­tun­gen eine zunehmende Rolle. „Schlechte Lernbe­din­gun­gen hin­ter­lassen Spuren: Fehlende ergonomis­che Arbeit­splätze, über­füllte Räume und hoher Leis­tungs­druck führen zu langfristi­gen Gesund­heit­sprob­le­men. Wer Bil­dung ernst nimmt, darf gesund­heitliche Fol­gen nicht ignori­eren“, erk­lärt Jakob Sehrig, Sprech­er des BayStu­Ra. „Ein Studi­um ist ein Vol­lzeitjob – doch im Gegen­satz zur Arbeitswelt gibt es für Studierende kaum feste Struk­turen, die ihre Gesund­heit schützen. Hochschulen müssen deshalb mehr tun, um die physis­che und psy­chis­che Gesund­heit zu fördern und damit auch den langfristi­gen Stu­di­ener­folg zu sich­ern“, betont Nils Weber, Sprech­er des BayStu­Ra. Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat fordert eine umfassende Verbesserung der stu­den­tis­chen Gesund­heitsver­sorgung. Dazu gehört die flächen­deck­ende Ein­führung eines stu­den­tis­chen Gesund­heits­man­age­ments, um ein­heitliche und nach­haltige Gesund­heit­skonzepte zu etablieren. Zudem braucht es eine bessere psy­chol­o­gis­che Betreu­ung, die durch mehr Per­son­al und niedrigschwellige Ange­bote schnelle Hil­fe in Krisen­si­t­u­a­tio­nen ermöglicht. Auch die Hochschulin­fra­struk­tur muss gesund­heits­fördernd gestal­tet wer­den – mit ergonomis­chen Hörsälen, aus­re­ichen­den Rück­zugsräu­men und mehr Bewe­gungsange­boten, aber auch gesun­der Ernährung. Flex­i­ble Stu­di­en­mod­elle, die beispiel­sweise hybride Lehre und eine faire Anerken­nung von Krankheit­szeit­en umfassen, sollen Studierende mit gesund­heitlichen Beein­träch­ti­gun­gen ent­las­ten. „Nur wenn Hochschulen aktiv in eine gesund­heits­fördernde Umge­bung investieren, kön­nen Studierende ihr volles Poten­zial auss­chöpfen. Jet­zt ist der Zeit­punkt, nach­haltige Maß­nah­men durch bun­desweite Förder­pro­gramme anzus­toßen“, so Isabel­la Hen­nessen, Sprecherin des BayStu­Ra. Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat appel­liert daher an alle Ver­ant­wortlichen in Poli­tik und Hochschulen, gemein­sam tragfähige Lösun­gen zu entwick­eln und die Rah­menbe­din­gun­gen für ein gesun­des Studi­um nach­haltig zu verbessern.

27 Feb

Zukunftsweichen stellen: Warum eine echte BAföG-Reform dringend nötig ist

Das deutsche Bil­dungssys­tem lebt von dem Grund­satz, dass jede Per­son unab­hängig von ihrer sozialen Herkun­ft und ihrer finanziellen Möglichkeit­en ein Studi­um aufnehmen und erfol­gre­ich abschließen kann. Damit dieser Grund­satz gewahrt wer­den kann, ist eine echte BAföG-Reform drin­gend notwendig. Um den Fachkräfte­nach­wuchs und damit langfristig den Arbeits­markt und die Wirtschaft Deutsch­lands aufrechtzuer­hal­ten, fordert der BayStu­Ra ein effek­tives BaföG auf exis­ten­zsich­ern­dem Niveau. „Studieren darf kein finanzielles Risiko sein. Das BAföG muss endlich so gestal­tet wer­den, dass es mit den Leben­shal­tungskosten Schritt hält – nicht erst, wenn der Druck zu groß wird. Wer auf Förderung angewiesen ist, braucht Ver­lässlichkeit: Ein Sys­tem, das automa­tisch mit der Infla­tion steigt und exis­ten­zsich­ernd bleibt“, so Jakob Sehrig, Sprech­er des BayStu­Ra. Isabel­la Hen­nessen, Sprecherin des BayStu­Ra, macht deut­lich, dass auch die Höhe der Wohn­pauschale bei Weit­em nicht aus­re­iche: „Ein WG-Zim­mer kostet im bun­desweit­en Durch­schnitt 489€ — die Pauschale beträgt jedoch nur 380€. Für Studierende in Bal­lungsräu­men wie München — hier beträgt die Miete für ein WG-Zim­mer laut ein­er Studie des Moses-Mendelssohn-Insti­­tuts durch­schnit­tlich 790€ – ist die Sit­u­a­tion noch ver­heeren­der.“ Die meis­ten Studieren­den benöti­gen für ihr Studi­um mehr Zeit als die geplante Regel­stu­dien­zeit. Die Ein­führung eines Flexise­mes­ters war zwar ein Schritt in die richtige Rich­tung, stellt aber einen behördlichen Aufwand dar und Studierende vor die schwierige Frage, ob sie dieses im Bach­e­lor- oder im Mas­ter­studi­um beantra­gen. „Um Chan­cen­gle­ich­heit zu verbessern, dür­fen Studierende, die BaföG beziehen, nicht unter erhöht­en Druck gestellt wer­den, ihr Studi­um abzuschließen. Wir fordern daher die unbürokratis­che Möglichkeit, BaföG für die Dauer der Regel­stu­dien­zeit plus zwei weit­ere Semes­ter zu beantra­gen“, so Nils Weber, Sprech­er des BayStu­Ra. „Eben­so muss eine Reform der Rück­zahlungsmodal­itäten angestrebt wer­den – der Staat will keine Schulden machen, Studierende, die ins Beruf­sleben starten, eben­so wenig“, geben die zukün­fti­gen Sprecher*innen Mona Dirmaier, Lukas Strutz und Anni­ka Win­ters­berg­er zu bedenken. Um ein Studi­um für alle, die es möcht­en und dafür geeignet sind, zu ermöglichen, ist eine echte Reform drin­gend notwendig und muss Inhalt von Koali­tionsver­hand­lun­gen wer­den. „Denn Stu­di­en­ab­brüche auf­grund finanzieller Eng­pässe will – und kann – sich unsere Gesellschaft und ins­beson­dere unser Arbeits­markt nicht leis­ten“, beto­nen die amtieren­den Sprecher*innen des BayStu­Ra.

26 Feb

Zukunftsweichen stellen: Mobilität zukunftssicher gestalten

Die Koali­tionsver­hand­lun­gen zur neuen Bun­desregierung laufen an, und ger­ade jet­zt müssen die Weichen für eine sta­bile und bezahlbare Mobil­ität für Studierende gestellt wer­den. Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat (BayStu­Ra) fordert daher die beteiligten Parteien auf, sich für eine langfristige und preis­sta­bile Lösung des Deutsch­landtick­ets einzuset­zen. „Es braucht eine ver­lässliche Finanzierung des Deutsch­landtick­ets – ins­beson­dere auch der ermäßigten Vari­ante für Studierende. Diskus­sio­nen über eine mögliche Ver­teuerung oder gar das Aus des Tick­ets sind für uns nicht hin­nehm­bar“, so Nils Weber, Sprech­er des BayStu­Ra. Die Poli­tik muss jet­zt Ver­ant­wor­tung übernehmen und für eine sta­bile Preis­poli­tik sor­gen. Die Ein­führung des Deutsch­landtick­ets war eine große Ent­las­tung für Studierende, die täglich auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. In Bal­lungsräu­men hat es dazu beige­tra­gen, Pen­del­wege der bis zu 30% aus dem Umland kom­menden Studieren­den bezahlbar zu hal­ten und den Wohn­raum­druck zu mildern. “Gle­ichzeit­ig ist es essen­ziell, dass auch Studierende an ländlichen Hochschul­stan­dorten von ein­er ver­lässlichen Mobil­ität­slö­sung prof­i­tieren und eine bessere Anbindung geschaf­fen wird. Ein Bus pro Stunde reicht nicht! Ein attrak­tiv­er, bezahlbar­er ÖPNV ist ein entschei­den­der Stan­dort­fak­tor für Hochschulen in Bay­ern”, soIsabel­la Hen­nessen, Sprecherin des BayStu­Ra. „Die kom­menden Jahre dür­fen nicht von Unsicher­heit­en geprägt sein – wed­er für die Studieren­den noch für die Verkehrsver­bünde. Die Koali­tionsver­hand­lun­gen sind die Gele­gen­heit, hier klare Entschei­dun­gen zu tre­f­fen“, so Jakob Sehrig, Sprech­er des BayStu­Ra. „Wer Bay­ern als Hochschul­stan­dort stärken will, muss auch für Mobil­itätssicher­heit sor­gen. Eine Preis­steigerung des Tick­ets inner­halb eines Semes­ters um 30% ist nicht hin­nehm­bar.“ Der BayStu­Ra appel­liert an den Bund, im Rah­men der anste­hen­den Koali­tionsver­hand­lun­gen klare, zukun­ft­sori­en­tierte Entschei­dun­gen zu tre­f­fen. Es gilt, sta­bile Rah­menbe­din­gun­gen zu schaf­fen, die langfristig ein dauer­haft bezahlbares Deutsch­landtick­et garantieren. Dieses Erfol­gsmod­ell hat bere­its zahlre­ichen Men­schen das Pen­deln erle­ichtert und die Mobil­ität im Land entschei­dend vor­ange­bracht – ger­ade auch im Hin­blick auf die beson­deren Anforderun­gen im Hochschulsek­tor. Ins­beson­dere der bay­erische Weg, der eine indi­vidu­elle Entschei­dung von Studieren­den ermöglicht, ist für eine sozial gerechte, nach­haltige Mobil­ität essen­ziell.

14 Jan

Starke Stimme der Studierenden Bayerns: Neues Team im Landesstudierendenrat

Am 12. Jan­u­ar 2025 wur­den in der diesjähri­gen Wahlsitzung des Bay­erischen Lan­desstudieren­den­rats an der Lud­wig-Max­i­m­il­ians-Uni­ver­sität Anni­ka Win­ters­berg­er (23, Uni­ver­sität Regens­burg), Lukas Strutz (19, Tech­nis­che Uni­ver­sität München) und Mona Dirmaier (25, Tech­nis­che Hochschule Ingol­stadt) als neues Sprecher*innen-Team gewählt. Es gilt weit­er­hin eine starke Stimme für die über 400.000 bay­erischen Studieren­den zu sein und Ver­ant­wor­tung für die Belange der Studieren­den in ganz Bay­ern zu übernehmen. Anni­ka Win­ters­berg­er betont, dass Chan­cen­gle­ich­heit Grund­lage unseres Bil­dungssys­tems sein muss: „Es ist unsere Ver­ant­wor­tung, für ein inklu­sives Bil­dungssys­tem einzuste­hen und Hochschulen dazu zu bewe­gen, Bar­ri­eren weit­er abzubauen.“ Mona Dirmaier fügt hinzu: „Hochschulen leben durch ihre Studieren­den und von ihrem Aus­tausch. Ihre Mitbes­tim­mung ist keine Option, son­dern eine Notwendigkeit für eine dynamis­che und vielfältige akademis­che Gemein­schaft.“ Auch Lukas Strutz möchte die Inter­essen der Studieren­den weit­er vorantreiben: „Wir brauchen mehr dig­i­tale Ange­bote, um allen Studieren­den eine Teil­nahme an einem Studi­um zu ermöglichen – auch wenn die Leben­skosten weite Pen­del­streck­en erfordern.” Die amtieren­den Sprecher*innen blick­en ges­pan­nt auf die kom­menden Monate: „Wir haben viele The­men angestoßen und Schw­er­punk­te geset­zt, die unsere Nach­folge nun weit­er vorantreiben wird. Wir freuen uns, dass durch die neue Gen­er­a­tion von uns geset­zte Akzente weit­er­ver­fol­gt und gle­icher­maßen neue Impulse einge­bracht wer­den.“ „Die Her­aus­forderun­gen für Studierende sind vielfältig. Wir wer­den eine starke Stimme für alle Studieren­den in Bay­ern sein und uns weit­er­hin für eine Verbesserung der Stu­di­enbe­din­gun­gen und die Förderung von Chan­cen­gle­ich­heit ein­set­zen“, so das neue Sprecher*innen Team.

2024
16 Dez

Deutschlandticket sicher – Mobilität bezahlbar halten

„Wenn der Bund es nicht bezahlt, dann muss es [das Deutsch­landtick­et] fall­en — ganz ein­fach“, so äußert sich Min­is­ter­präsi­dent Söder auf Nach­frage zum Deutsch­landtick­et [1]. Aus­sagen wie diese und aktuelle Entwick­lun­gen in der Poli­tik geben Grund zur Sorge, dass das Deutsch­landtick­et vor dem Aus ste­ht. Dabei ist das Tick­et eine absolute Erfol­gs­geschichte, die zahlre­ichen Per­so­n­en in Deutsch­land das Pen­deln vergün­stigt und die Mobil­ität vere­in­facht hat. Gün­stige Mobil­ität, ermöglicht durch ein Deutsch­landtick­et – und für Studierende ins­beson­dere durch die ermäßigte Vari­ante – schafft soziale Gerechtigkeit und ermöglicht ins­beson­dere in Bal­lungsräu­men Ent­las­tung für Wohn­raum, da die Anreise aus weit­er­er Ent­fer­nung bezahlbar wird. Die Studieren­den­vertre­tun­gen aus Bund und Län­dern fordern daher geschlossen eine Fort­führung des Ermäßi­gung­stick­ets und der grund­sät­zlichen Finanzierung des 49 €-Tick­ets: „Hier­für müssen Bund und Län­der gle­icher­maßen ihren Anteil tra­gen. Hier darf nicht der schwarze Peter von ein­er Per­son zur anderen geschoben wer­den. Bei der Ein­führung haben die Oppo­si­tion­sparteien ins­beson­dere kri­tisiert, dass keine langfristige Finanzierung gek­lärt wäre, das Tick­et als solch­es aber begrüßt.“ An die dama­li­gen Forderun­gen müssen die Parteien nun anknüpfen und sich nun eine tragfähige Lösung über­legen [2]. Region­al­isierungsmit­tel des Bun­des müssen auch kün­ftig für die Tick­ets und ihre Ermäßi­gung genutzt wer­den kön­nen, eben­so wie der vom Bund getra­gene Anteil weit­er­hin gesichert wer­den muss. Aber auch die Län­der müssen ihren Anteil tra­gen und das Tick­et unter­stützen. Bish­er von den Län­dern unter­stützte Semes­tertick­ets wur­den oft­mals durch das Ermäßi­gung­stick­et erset­zt, sodass bei Weg­fall neue Kosten auf die Län­der zukä­men, wenn sie auch kün­ftig attrak­tive Stu­di­en­stan­dorte bleiben wollen.  „Allem voran braucht es nun Pla­nungssicher­heit. Die Ver­hand­lun­gen für Semes­tertick­ets benöti­gen monate­lan­gen Vor­lauf – das Tick­et also inner­halb weniger Tage ohne Per­spek­tive in Frage zu stellen, darf also keine Option sein. An vie­len Stan­dorten würde ein kurzfristiger Weg­fall zu einem voll­ständi­gen Weg­fall stu­den­tis­ch­er Mobil­ität führen. Eben­so muss auf lokale Bedürfnisse Rück­sicht genom­men wer­den, sodass die unter­schiedlichen Län­der für die Studieren­den passende Lösun­gen find­en kön­nen“, so die Studierendenvertreter*innen. Es muss eine langfristige Per­spek­tive für ein bezahlbares Tick­et geschaf­fen wer­den – nicht nur für 2024 und 2025, son­dern weit darüber hin­aus. „Ein solch­es Erfol­gsmod­ell, das Kosten für Pendler*innen mas­siv gesenkt hat und den ÖPNV attrak­tiv macht, darf mit Blick auf soziale Gerechtigkeit, ökol­o­gis­che Nach­haltigkeit und Pla­nungssicher­heit nicht eingestellt wer­den. Wir erwarten, dass die Poli­tik sich dieser Ver­ant­wor­tung stellt und eine tragfähige, langfristige Lösung entwick­elt.” _________ [1] https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/soeder-deutschlandticket-100.html  [2] https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2023/kw11-de-regionalisierungsgesetz-936488

26 Nov

Bildung darf keine Frage des Geldbeutels sein: BayStuRa lehnt Studiengebühren entschieden ab

Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat (BayStu­Ra) spricht sich mit Nach­druck gegen die aktuellen Vorschläge zur Wiedere­in­führung von Stu­di­enge­bühren aus. Die Idee, Bil­dung durch Gebühren für Studierende zu finanzieren, gefährdet die Chan­cen­gle­ich­heit und den freien Zugang zur Bil­dung. Beson­ders in Zeit­en zunehmend schwieriger Stu­di­enbe­din­gun­gen würde eine solche Maß­nahme die soziale Gerechtigkeit weit­er unter­graben.  „Stu­di­enge­bühren wären ein mas­siv­er Rückschritt für Chan­cen­gle­ich­heit und soziale Gerechtigkeit. Sie schaf­fen Bar­ri­eren, die junge Men­schen aus einkom­menss­chwachen Fam­i­lien vom Studi­um abhal­ten kön­nten – mit langfristig fatal­en Fol­gen für unsere Gesellschaft“, erk­lärt Jakob Sehrig, Sprech­er des BayStu­Ra. Die ohne­hin anges­pan­nte finanzielle Lage von Studieren­den, bed­ingt durch steigende Mieten, hohe Leben­shal­tungskosten und ein zu geringes, reformbedürftiges BAföG, würde dadurch weit­er zuge­spitzt. Zusät­zlich würde die Angst vor Über­schul­dung durchz. B. nachge­lagerte Zahlungsmod­elle weit­er zunehmen. „Studierende ste­hen bere­its unter hohem finanziellen Druck. Stu­di­enge­bühren wür­den diese Belas­tung weit­er ver­schär­fen und viele dazu zwin­gen, ihre Bil­dungschan­cen zu über­denken“, ergänzt Nils Weber, eben­falls Sprech­er des BayStu­Ra.Zusät­zlich wür­den Stu­di­enge­bühren die Attrak­tiv­ität Bay­erns als Wis­sen­schafts- und Bil­dungs­stan­dort gefährden. „Stu­di­enge­bühren sind ein Hin­der­nis für einen freien und fairen Zugang zu Bil­dung. Sie gefährden nicht nur die Bil­dungswahl, son­dern schwächen auch die Attrak­tiv­ität und Zukun­ft des Wis­senschafts­stan­dorts, der auf kluge Köpfe angewiesen ist“, erk­lärt Isabel­la Hen­nessen, Sprecherin des BayStu­Ra.Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat fordert alle Stakeholder*innen auf, sich klar gegen Stu­di­enge­bühren auszus­prechen und den freien Zugang zur Bil­dung zu sich­ern. Nur so kön­nen Chan­cen­gle­ich­heit und soziale Gerechtigkeit auch langfristig erhal­ten bleiben.

25 Nov

Die Studierenden Bayerns im Austausch mit Staatsminister Blume

Über die übliche Tage­sor­d­nung mit Beschlüssen und inhaltlichen Diskus­sio­nen hin­aus, stand am Son­ntag für die Delegierten des Bay­erischen Lan­desstudieren­den­rats (BayStuRas) ein beson­der­er Besuch auf der Tage­sor­d­nung: Der BayStu­Ra tagte am 24. Novem­ber in Anwe­sen­heit des Staatsmin­is­ters für Wis­senschaft und Kun­st, Markus Blume, in München. Dieser stellte sich ein­er inten­siv­en Diskus­sion mit den Delegierten, die einige kri­tis­che Fra­gen stell­ten, aber auch auf die pos­i­tiv­en Erfolge der ver­gan­genen Jahre zurück­blick­ten. „Es ist schön, dass wir einen so engen Aus­tausch pfle­gen und kon­struk­tiv miteinan­der disku­tieren kön­nen, auch wenn wir uns eben nicht immer einig sind. Das erweit­ert die Per­spek­tiv­en, die wir haben und schafft Raum für kreative Lösun­gen“, so Sprecherin Isabel­la Hen­nessen im Vor­feld. „Tolles Team, großar­tiges Engage­ment, wertvolle Impulse: Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat ist die geset­zlich ver­ankerte Vertre­tung unser­er über 400.000 Studieren­den im Freis­taat und gewichtige Stimme bei stu­di­en­poli­tis­chen Fra­gen. Seit der Kon­sti­tu­ierung vor einein­halb Jahren hat sich ein toller Spir­it entwick­elt, von dem der gesamte Hochschul­stan­dort Bay­ern prof­i­tiert. Gemein­sam gehen wir die Auf­gaben an: Von weit­eren Verbesserun­gen beim stu­den­tis­chen Wohnen bis zur Stärkung der KI-Kom­pe­tenz in der Lehre – wir haben viel vor! Und ich ver­spreche: Der Draht ins Min­is­teri­um und zum Min­is­ter bleibt kurz“, so Herr Staatsmin­is­ter Blume. Die Delegierten der über 40 Hochschulen in Bay­ern kom­men ein­mal monatlich zusam­men und disku­tieren häu­fig über The­men, die von der Poli­tik maßge­blich geprägt wer­den. „Ob nun BAföG, Mobil­ität oder Finanzierung – wir haben heute eben­so wie auf jed­er anderen Sitzung viele The­men auf der Agen­da, bei denen wir Impulse in Rich­tung der Stake­hold­er in der Hochschul­land­schaft geben möcht­en“, erläutert Nils Weber. Sein Kol­lege Jakob Sehrig ergänzt: „Als Studierende sind wir die Zukun­ft und wer­den an den Hochschulen auf unsere Rolle in der Gesellschaft vor­bere­it­et. Deshalb ist es entschei­dend, den Sta­tus quo regelmäßig und kri­tisch zu hin­ter­fra­gen und gemein­sam mit der Poli­tik Wege für nach­haltige Verbesserun­gen zu gestal­ten.“ Umso mehr begrüßt das Sprecher*innenteam, dass der Min­is­ter nun per­sön­lich vor­beigeschaut hat: „Manch­mal ist es am wertvoll­sten, sich direkt mit den Wün­schen und der Kri­tik auseinan­derzuset­zen – in bei­de Rich­tun­gen.“ Der BayStu­Ra bedankt sich bei der aus­rich­t­en­den Hochschule, der Katholis­chen Stiftung­shochschule München, und ihrer Studieren­den­vertre­tung sowie den Delegierten für das fort­laufende Engage­ment und begrüßt die Diskus­sion auf Augen­höhe mit dem Min­is­ter.

14 Okt

Bildungsstandort Bayern sichern, Wohnraum schaffen

Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat (BayStu­Ra) fordert zusät­zliche Maß­nah­men, um der prekären Woh­nungssi­t­u­a­tion in Bay­ern zu begeg­nen und mehr bezahlbaren und nach­halti­gen Wohn­raum zu schaf­fen. Jüng­ste Stu­di­en bele­gen die längst bekan­nte Sit­u­a­tion: Ein durch­schnit­tlich­es WG-Zim­mer kostet in München nun knapp unter 800 € pro Monat. An anderen Stan­dorten in Bay­ern fehlt es eben­so an Wohn­raum. Auch hier steigen Preise pro Quadrat­meter auf über 12 €. „Für Studierende bedeutet dies, dass sie entwed­er keinen bezahlbaren Wohn­raum find­en oder zunehmend aus größer­er Ent­fer­nung pen­deln. Viele kön­nen zudem den wichti­gen Schritt, von zuhause auszuziehen, nicht wahrnehmen, weil sie es sich schlicht nicht leis­ten kön­nen“, so Sprech­er Nils Weber. „Diese Option gibt es für inter­na­tionale Studierende gar nicht erst, sodass sie sich häu­fig teure Alter­na­tiv­en wie Hotels suchen müssen. Um den Bil­dungs­stan­dort Bay­ern für Inter­na­tionale Studierende auch in Zukun­ft attrak­tiv zu hal­ten, brauchen wir drin­gend mehr Wohn­raum.“, ergänzt sein Kol­lege Jakob Sehrig. Es wird nun vielerorts gebaut, gefördert durch Pro­gramme vom Bund und dem Freis­taat. „Doch lei­der sprechen wir häu­fig nur von Ren­ovierun­gen leerge­zo­ge­nen Altbe­stands. Diese Maß­nah­men stellen also nur einen Sta­tus Quo von vor ein paar Jahren wieder her“, urteilt Sprecherin Isabel­la Hen­nessen. Für den BayStu­Ra ist klar: Es braucht weit­ere Förderung, es müssen weit­ere Pro­jek­te auf den Weg gebracht wer­den. Hierzu ist eine enge und kon­struk­tive Zusam­me­nar­beit der ver­schiede­nen Stake­hold­er unab­d­ing­bar. „Kom­munen und der Freis­taat, eben­so wie die Hochschulen und die Studieren­den­werke müssen eng miteinan­der abges­timmt arbeit­en und sich gegen­seit­ig bei Pro­jek­ten unter­stützen“, so die Sprecher*innen. Schließlich geht es darum, den Stu­di­en­stan­dort Bay­ern attrak­tiv zu hal­ten und somit die Zukun­ft des Lan­des zu sich­ern. Die Sprecher*innen fassen ihre Gründe zusam­men: „Wenn wir heute nicht den Grund­stein für mehr bezahlbaren Wohn­raum leg­en, wer­den Studierende sich Alter­na­tiv­en suchen müssen. Das wäre für den Wis­sen­schafts- und Wirtschafts­stan­dort Bay­ern fatal.“

1 Okt

Die Mensa der Zukunft als Vorbild für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit

Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat (BayStu­Ra) set­zt sich entsch­ieden für eine ökol­o­gis­che und nach­haltige Umgestal­tung der Hochschul­gas­tronomie in Bay­ern ein. Angesichts des hohen Anteils von Treib­haus­gase­mis­sio­nen für die Lebens­mit­tel­pro­duk­tion, fordert der BayStu­Ra, dass die Mensen bay­erisch­er Hochschulen zu Vor­re­i­t­erin­nen in Sachen Kli­maschutz und Nach­haltigkeit wer­den und Best Prac­tice-Beispiele großflächig aus­gerollt wer­den. „Die Hochschul­gas­tronomie muss ihrer Vor­bild­funk­tion gerecht wer­den und nach­haltige und regionale Speisen anbi­eten, die gle­ichzeit­ig den Ansprüchen an soziale Gerechtigkeit genü­gen“, betont Jakob Sehrig, Sprech­er des BayStu­Ra. „Es ist unsere Ver­ant­wor­tung, dafür zu sor­gen, dass die Ernährung an unseren Hochschulen gesund, preiswert und umwelt­fre­undlich ist.“ Ein zen­traler Lösungsvorschlag des BayStu­Ra ist die Ein­führung eines veg­a­nen, voll­w­er­ti­gen Grundgerichts, das nach per­sön­lichem Bedarf um veg­e­tarische und fleis­chhaltige Beila­gen ergänzt wird. Dieses Gericht soll die umwelt­fre­undlich­ste und gesün­deste Option darstellen und gle­ichzeit­ig eine kostengün­stige Alter­na­tive für alle Studieren­den bieten. „Wir wollen eine Men­sa, die es ermöglicht, sich bewusst und nach­haltig zu ernähren, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen“, erk­lärt Isabel­la Hen­nessen, Sprecherin des BayStu­Ra. „Dabei ist es wichtig, dass Studierende mit Unverträglichkeit­en und beson­deren Ernährungs­bedürfnis­sen nicht aus­geschlossen wer­den.“ Ini­tia­tiv­en wie der Kli­mateller oder Anzeigen, die die Umwelt­be­las­tung verdeut­lichen, tra­gen zu bewussten Entschei­dun­gen und Sen­si­bil­isierung bei. Um die Klima­bi­lanz der Hochschul­gas­tronomie weit­er zu verbessern, fordert der BayStu­Ra eine stärkere Fokussierung auf regionale und saisonale Lebens­mit­tel. Der Bezug von Pro­duk­ten aus der Region reduziert Trans­porte­mis­sio­nen und stärkt die lokalen Erzeuger. Die Ver­wen­dung saisonaler Pro­duk­te trägt zudem dazu bei, die Umwelt­be­las­tung durch Lagerung zu min­imieren. „Wir sehen in der Kom­bi­na­tion von Region­al­ität und Saison­al­ität einen Schlüs­sel zur nach­halti­gen Hochschul­gas­tronomie“, so Nils Weber, Sprech­er des BayStu­Ra. „Durch trans­par­ente Kennze­ich­nung mit Siegeln wie Fair­trade und BIO wollen wir den Studieren­den die Möglichkeit geben, informierte und ver­ant­wor­tungsvolle Entschei­dun­gen zu tre­f­fen.“ „Mit diesen Ini­tia­tiv­en schaf­fen wir eine nach­haltigere Hochschul­gas­tronomie eben­so wie wir ein wichtiges Zeichen für soziale Gerechtigkeit set­zen“, beto­nen die Sprecher*innen abschließend. Zahlre­iche gute Beispiele, wie indi­vidu­elle Por­tion­s­größen zur Müllre­duk­tion oder 2 €-Gerichte, soll­ten an mehr Stan­dorten genutzt wer­den. Der BayStu­Ra ste­ht bere­it, in einem regelmäßi­gen Aus­tausch mit den Studieren­den­werken Bay­erns an der Umset­zung dieser Maß­nah­men zu arbeit­en und so die Gas­tronomie zu einem Vor­bild für Nach­haltigkeit zu machen.

23 Sep

BayStuRa kritisiert Preiserhöhung des Deutschlandtickets – Belastung für Studierende steigt drastisch

Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat (BayStu­Ra) äußert sich besorgt über die jüng­ste Preis­er­höhung des Deutsch­landtick­ets auf 58 Euro. Mit der bay­erischen Ermäßi­gung von 20 Euro wird das Tick­et für Studierende in Bay­ern kün­ftig 38 Euro kosten – ein Anstieg von rund 30 % gegenüber dem bish­eri­gen Preis von 29 Euro. Diese Erhöhung liegt deut­lich über der Infla­tion­srate und über­steigt die jüng­ste Erhöhung des BAföG-Satzes, was die finanzielle Belas­tung für Studierende weit­er ver­schärft und die Attrak­tiv­ität des Tick­ets gefährdet. Der BayStu­Ra fordert daher Maß­nah­men, um den Preisanstieg abzufed­ern und die Mobil­ität der Studieren­den weit­er­hin zu gewährleis­ten. Hierzu müssen gle­icher­maßen Bund und Län­der Möglichkeit­en aus­loten, ihre Sub­ven­tio­nen zu erhöhen. Ger­ade eine Erhöhung der Ermäßi­gung würde großen Mehrw­ert schaf­fen. Der BayStu­Ra betont zudem, dass das Deutsch­landtick­et auch im ländlichen Raum attrak­tiv bleiben muss. Ein voll­sol­i­darisches Mod­ell, wie es in anderen Bun­deslän­dern angewen­det wird, ist für ein Flächen­land wie Bay­ern keine geeignete Lösung. Um den Vor­laufzeit­en für Alter­na­tiv­en wie Semes­tertick­ets gerecht zu wer­den, fordert der BayStu­Ra langfristige finanzielle Sicher­heit und sta­bile Preise, die eine nach­haltige Plan­barkeit für Studierende gewährleis­ten.

16 Sep

Preisstabilität für das Deutschlandticket – Erfolgsmodell darf nicht gefährdet werden

Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat (BayStu­Ra) äußert sich besorgt über die jüng­sten Vorschläge zur Erhöhung des Deutsch­­landtick­­et-Preis­es auf min­destens 64 Euro, wie von Bay­erns Verkehrsmin­is­ter Chris­t­ian Bern­re­it­er angekündigt. Angesichts der steigen­den Kosten und der Unsicher­heit über die Finanzierung des Tick­ets fordert der BayStu­Ra eine klare Posi­tion­ierung für Preis­sta­bil­ität, um die Mobil­ität der Studieren­den nicht zu gefährden. Der Freis­taat Bay­ern bezuschusst derzeit das Deutsch­landtick­et mit 20 Euro pro Monat, wodurch Studierende aktuell 29 Euro zahlen; bei ein­er Preis­er­höhung auf 64 Euro würde das Tick­et zukün­ftig 44 Euro kosten, was ein­er Preis­er­höhung für Studierende um etwa 50 % entspricht. „Eine solche Preis­steigerung würde die Schwelle von 30 Euro über­schre­it­en, die für viele Studierende bere­its jet­zt eine finanzielle Belas­tungs­gren­ze darstellt“, erk­lärt Isabel­la Hen­nessen, Sprecherin des BayStu­Ra. „Ein erschwinglich­er ÖPNV ist uner­lässlich, um Mobil­ität­skosten ger­ing zu hal­ten und den Zugang zu Bil­dung zu erle­ichtern.“ Nils Weber, eben­falls Sprech­er des BayStu­Ra, hebt her­vor: „Das Deutsch­landtick­et ist zen­tral für die Plan­barkeit und Mobil­ität von Studieren­den. Beson­ders in Bay­ern, wo hohe Mieten viele zum Pen­deln zwin­gen, ist ein sta­bil­er Preis unverzicht­bar, um Studi­um und All­t­ag ver­lässlich zu organ­isieren.“ Jakob Sehrig, Sprech­er des BayStu­Ra, fügt hinzu: „Ein bezahlbar­er ÖPNV ist entschei­dend für die ökol­o­gis­che Nach­haltigkeit und die Erre­ich­barkeit der Hochschulen. Eine Preis­er­höhung würde die Nutzung ein­schränken und die Fortschritte zu umwelt­fre­undlich­er Mobil­ität gefährden.“ Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat ruft die Ver­ant­wortlichen auf, das Deutsch­landtick­et als Erfol­gsmod­ell nicht zu gefährden und die Investi­tio­nen in den öffentlichen Per­so­nen­nahverkehr gezielt zu inten­sivieren. Es ist essen­ziell, dass die Inter­essen der Studieren­den bei den anste­hen­den Ver­hand­lun­gen berück­sichtigt wer­den, um eine nach­haltige und zukun­ft­sori­en­tierte Lösung für den ÖPNV in Bay­ern zu find­en.

10 Sep

Das Lehramt attraktiv gestalten — Studiengänge überarbeiten!

Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat (BayStu­Ra) fordert umfassende Refor­men im Bere­ich des Lehramtsstudi­ums, um die Stu­di­engänge attrak­tiv­er zu gestal­ten und die Zahl der Studieren­den und Absolvent*innen zu erhöhen. „Statt weit­er­er Son­der­maß­nah­men benöti­gen wir eine grundle­gende Reform der Stu­di­engänge, sodass die Flex­i­bil­ität erhöht und die Studier­barkeit gesichert wird“, so Nils Weber, Sprech­er des BayStu­Ra. Stu­di­engänge müssen akkred­i­tiert und Entwick­lun­gen an Uni­ver­sitäten mitbe­dacht wer­den. Er führt weit­er aus: „Zur Studier­barkeit zählt auch die finanzielle Sicher­heit, die wir für BAföG-Empfänger*innen durch Anerken­nung der Vor­bere­itungszeit des Staat­sex­a­m­ens fordern.“ Die Prob­leme sind so vielschichtig wie die Fächerkom­bi­na­tion unter­schiedlich sind. Der hat zur Ver­net­zung eine Arbeits­gruppe ins Leben gerufen und muss fest­stellen: Viele Prob­leme treten bei allen Lehramts­for­men auf. So wird drin­gend eine bessere Betreu­ung in Prak­ti­ka benötigt, die zudem als Prü­fungsleis­tung anerkan­nt wer­den müssen. Ger­ade diese helfen, den Praxiss­chock zu über­winden. „Vor allem die zweite Phase der Lehrkräfte­bil­dung bere­it­et uns Sor­gen“, so Sprech­er Jakob Sehrig. „Es gibt kaum Trans­parenz und Plan­barkeit im Vor­feld und während dieser Phase fehlen Ombudsper­so­n­en, die Abhängigkeit­en von Einzelper­so­n­en reduziert“, fährt er vor. Ein ele­mentares Prob­lem liegt an dieser Stelle an der fehlen­den Verzah­nung des Studi­ums mit der zweit­en Phase. Doch auch die erste Staat­sex­a­m­en­sprü­fung als Abschluss der ersten Phase bedarf ein­er Über­ar­beitung. Ein mod­u­lar­isiertes Studi­um, das durch eine zen­tral­isierte Prü­fung mit Nis­chen­the­men abgeschlossen wird, erscheint längst nicht mehr zeit­gemäß. Objek­tive Bew­er­tungskri­te­rien eben­so wie ein Fokus auf rel­e­vante, zen­trale Inhalte wür­den die Prü­fung maßge­blich voran­brin­gen. „Unser Ziel muss es sein, die Stu­di­engänge attrak­tiv­er zu gestal­ten, damit wir die Zahl der erfol­gre­ichen Abschlüsse und Über­tritte ins Ref­er­en­dari­at erhöhen kön­nen. Darüber hin­aus wer­den wir durch eine inten­sive Über­ar­beitung die psy­chis­che Belas­tung reduzieren und somit den Lehrkräfte­man­gel entschär­fen“, urteilt Isabel­la Hen­nessen, Sprecherin des BayStu­Ra.

12 Jun

Der Bayerische Landesstudierendenrat fordert sprachliche Freiheit an Bayerns Hochschulen

Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat (BayStu­Ra) spricht sich entsch­ieden gegen den Beschluss der Bay­erischen Staat­sregierung aus, die Ver­wen­dung von Gen­der­sprache in der offiziellen Hochschulkom­mu­nika­tion zu unter­sagen. Diese Entschei­dung wider­spricht dem Prinzip der Inklu­sion und Chan­cen­gle­ich­heit und ignori­ert die Bedürfnisse viel­er Mit­glieder der Hochschul­ge­mein­schaft, ins­beson­dere solange keine adäquate Alter­na­tive geboten wird. „Sprache bee­in­flusst unser Denken und Han­deln“, betont Jakob Sehrig, Sprech­er des BayStu­Ra. „Indem wir gen­der­sen­si­ble Sprache ver­wen­den, schaf­fen wir ein inklu­siveres Umfeld, in dem sich alle Mit­glieder der Hochschul­ge­mein­schaft respek­tiert und ange­sprochen fühlen.“ Die Ver­wen­dung gen­der­sen­si­bler Sprache, zum Beispiel in Form von Bin­nen­ze­ichen, ist ein wesentlich­er Schritt zur Sicht­bar­ma­chung geschlechtlich­er Vielfalt. Tra­di­tionelle For­mulierun­gen wie „sehr geehrte Damen und Her­ren“ oder das gener­ische Maskulinum („Wis­senschaftler“) ignori­eren nicht-binäre Per­so­n­en und ver­stärken Geschlechter­stereo­type. „Gen­der­sen­si­ble Sprache ist ein wichtiger Baustein, um Diskri­m­inierung abzubauen und Gle­ich­berech­ti­gung zu fördern“, erk­lärt Isabel­la Hen­nessen, Sprecherin des BayStu­Ra. „Beson­ders an Hochschulen müssen wir auch in der Sprache der Diver­sität unser­er Gemein­schaft gerecht wer­den, um eine vielfältige und gerechte Bil­dungs­land­schaft zu schaf­fen.“ Seit der rechtlichen Anerken­nung des drit­ten Geschlecht­sein­trags „divers“ in Deutsch­land ist es uner­lässlich, auch nicht-binäre Per­so­n­en sprach­lich einzubeziehen. „Es ist unsere Ver­ant­wor­tung, eine Sprache zu wählen, die alle Men­schen ein­schließt“, so Nils Weber, Sprech­er des BayStu­Ra. „Nur so kön­nen wir sich­er­stellen, dass nie­mand auf­grund der eige­nen Geschlecht­si­den­tität unsicht­bar gemacht wird.“ Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat fordert die Bay­erische Staat­sregierung auf, sprach­liche Frei­heit­en zu wahren und ein Ver­bot von Gen­der­sprache aufzuheben. Anstatt Vor­gaben zu machen, sollte die Nutzung ein­er inklu­siv­en Sprache gefördert wer­den, um alle Mit­glieder der Gesellschaft aus­drück­lich einzu­binden und zur Chan­cen­gle­ich­heit beizu­tra­gen.

3 Jun

Nachhaltige studentische Mobilität durch die Stärkung des öffentlichen Personen­nahverkehrs

Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat (BayStu­Ra) fordert eine ver­stärk­te Förderung eines nach­halti­gen öffentlichen Per­so­nen­nahverkehrs (ÖPNV) für alle Studieren­den in Bay­ern. Angesichts steigen­der Wohnkosten und der zunehmenden Mobil­ität zwis­chen ver­schiede­nen Hochschul­stan­dorten unter­stre­icht der BayStu­Ra die zen­trale Rolle eines gut aus­ge­baut­en und bezahlbaren ÖPNV. „Wohn­raum ist knapp und teuer gewor­den, ins­beson­dere für Studierende in den Metropol­re­gio­nen“, erk­lärt Isabel­la Hen­nessen, Sprecherin des BayStu­Ra. „Ein leis­tungs­fähiger, bezahlbar­er ÖPNV kann dazu beitra­gen, die Woh­nungsnot zu mildern und Studieren­den eine erschwingliche Mobil­ität­slö­sung zu bieten.“ Nils Weber, Sprech­er des BayStu­Ra, fügt hinzu: „Viele Studierende pen­deln zwis­chen ver­schiede­nen Hochschul­stan­dorten, was eine zuver­läs­sige und kostengün­stige Trans­port­möglichkeit erfordert. Nach unserem erfol­gre­ichen Ein­satz für das 29€-Ticket für Studierende und Auszu­bildende, ist nun beson­ders ein Aus­bau des ÖPNV uner­lässlich.“  „Ein bezahlbar­er und effizien­ter ÖPNV ist ein entschei­den­der Fak­tor für die Leben­squal­ität von Studieren­den. Durch einen verbesserten ÖPNV kön­nen sie flex­i­bler sein und gle­ichzeit­ig einen wichti­gen Beitrag zum Umweltschutz leis­ten“, betont Jakob Sehrig, Sprech­er des BayStu­Ra. Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat fordert daher eine zügige Erweiterung des ÖPNV, ins­beson­dere durch die Umset­zung von Pro­jek­ten wie der Stadt-Umland-Bahn Nürn­berg-Erlan­­gen-Her­­zo­ge­­nau­rach, der Stadt­bahn Regens­burg oder der Bayreuther Straßen­bahn. Gle­ichzeit­ig betont der BayStu­Ra die Bedeu­tung ein­er langfristi­gen und pla­nungssicheren Ver­ste­ti­gung erfol­gre­ich­er Mobil­ität­sange­bote wie des bish­eri­gen bay­erischen Ermäßi­gung­stick­ets (29€-Ticket) für Studierende. Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat ruft die Ver­ant­wortlichen dazu auf, die Investi­tio­nen in den öffentlichen Per­so­nen­nahverkehr zu inten­sivieren, um eine nach­haltige und zukun­ft­sori­en­tierte Mobil­ität für alle Studieren­den zu gewährleis­ten. Er ver­weist zudem auf wichtige Bürg­er­begehren am 09. Juni in Erlan­gen und Regens­burg, bei denen wichtige Entschei­dun­gen zur Zukun­ft des ÖPNV getrof­fen wer­den.

13 Mai

Der Bayerische Landesstudierendenrat fordert die Abschaffung von Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer*innen

Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat (BayStu­Ra) spricht sich entsch­ieden gegen die seit dem 1. Jan­u­ar 2023 durch das Bay­erische Hochschulin­no­va­tion­s­ge­setz ermöglichte Ein­führung von Stu­di­enge­bühren für Nicht-EU-Studierende aus und fordert deren sofor­tige Abschaf­fung an bay­erischen Hochschulen. Diese Gebühren wider­sprechen dem Prinzip der Chan­cen­gle­ich­heit und belas­ten inter­na­tionale Studierende unver­hält­nis­mäßig. Seit dem Inkraft­treten des Geset­zes kön­nen bay­erische Hochschulen von Studieren­den aus Nicht-EU-Län­dern Gebühren erheben. Dies führt nicht nur zu finanziellen Belas­tun­gen für die Betrof­fe­nen, son­dern min­dert auch die Attrak­tiv­ität Bay­erns als inter­na­tionalen Stu­di­en­stan­dort und schreckt poten­zielle Fachkräfte der Zukun­ft ab. Die Gebühren resul­tieren aus unzure­ichen­der staatlich­er Finanzierung und man­gel­n­dem Engage­ment für Bil­dungs­gerechtigkeit. „Inter­na­tionale Studierende, die oft nur begren­zte finanzielle Mit­tel haben, ste­hen unter enormem Druck“, stellt Nils Weber, Sprech­er des BayStu­Ra, fest. „Die insta­bilen glob­alen Entwick­lun­gen, zeigen deut­lich, dass Stu­di­enge­bühren keine zuver­läs­sige Finanzierungsquelle sind.“ Diese Gebühren riskieren, qual­i­fizierte Tal­ente abzuschreck­en, was den Fachkräfte­man­gel weit­er ver­schär­fen würde. Zudem leis­ten zahlre­iche inter­na­tionale Studierende, die nach Abschluss ihres Studi­ums im Land verbleiben, einen wesentlichen Beitrag zur Sta­bil­isierung des Arbeits­mark­tes. „In Baden-Würt­tem­berg zeigen sich die abschreck­enden Auswirkun­gen der Stu­di­enge­bühren: Während im übri­gen Bun­des­ge­bi­et die Zahl der inter­na­tionalen Studieren­den gestiegen ist, nimmt sie hier ab“, erk­lärt Sascha Well­mann, vom freien zusam­men­schluss von student*innenschaften (fzs). „Stu­di­enge­bühren sind nicht nur finanzielle Bar­ri­eren, son­dern sig­nal­isieren auch eine Abkehr von der Offen­heit und Diver­sität unser­er Hochschul­land­schaft“, betont Jakob Sehrig, Sprech­er des BayStu­Ra. „Wir müssen Bar­ri­eren abbauen, nicht erricht­en, um den essen­ziellen wis­senschaftlichen und kul­turellen Aus­tausch zu fördern, der unsere Gesellschaft und Wirtschaft maßge­blich voran­bringt“, fasst Isabel­la Hen­nessen, Sprecherin des BayStu­Ra, zusam­men. Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat fordert den Freis­taat Bay­ern auf, einen umfassenden Finanzierungs­plan zu entwick­eln, der Stu­di­enge­bühren obso­let macht und die Hochschul­bil­dung für alle zugänglich hält.

15 Apr

Stellungnahme der Kunsthochschule Bayern und des Bayerischen Landesstudierendenrats zum Umgang mit Machtmissbrauch, Diskriminierung und sexualisierter Gewalt

Die bay­erischen staatlichen Kun­sthochschulen und der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat erken­nen an, dass die Struk­turen an Kun­sthochschulen Über­griffe und Macht­miss­brauch begün­sti­gen kön­nen. Kun­sthochschulen sind kün­st­­lerisch-wis­sen­schaftliche Stu­di­en- und Arbeit­sorte, an denen das gle­ich­berechtigte, ver­­trauens- und respek­tvolle Miteinan­der der Ange­höri­gen, Mit­glieder und Gäste der Hochschule aus­drück­lich­es Leit­prinzip sein muss. Die Kun­sthochschulen und der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat lehnen alle For­men von Diskri­m­inierung und Macht­miss­brauch strikt ab und treten ihnen aktiv ent­ge­gen. Die große indi­vidu­elle Nähe sowie die beson­deren Struk­turen und Abhängigkeitsver­hält­nisse in einem kün­st­­lerisch-wis­sen­schaftlichen Aus­bil­dungs­be­trieb sind in beson­derem Maße anfäl­lig dafür. Die Hochschulen dulden diesen Miss­brauch in kein­er Form. Alle Mit­glieder der Hochschulen sind daher aufge­fordert, an der Gestal­tung eines wertschätzen­den und gewalt­freien Arbeits- und Stu­di­enum­feldes mitzuwirken, das Raum für kün­st­lerische Ent­fal­tung bietet. Die Hochschulen haben hierzu bere­its zahlre­iche Aktiv­itäten, Struk­turän­derun­gen, Sen­si­bil­isierungsange­bote auf den Weg gebracht. Die Auseinan­der­set­zung mit Macht­miss­brauch, Diskri­m­inierung und sex­u­al­isiert­er Gewalt ver­ste­hen die Hochschulen als fort­laufende und aktive Auf­gabe. Der offene Dia­log inner- und außer­halb der Hochschulen mit allen Beteiligten ist dafür uner­lässlich. Die Kun­sthochschulen und der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat haben sich aus diesem Grund zusam­mengeschlossen, um gemein­sam jed­er Form von Macht­miss­brauch, Diskri­m­inierung und sex­u­al­isiert­er Gewalt aktiv ent­ge­gen­zutreten und gesicherte Struk­turen für das Empow­er­ment von Studieren­den und Mitar­bei­t­en­den sowie die Sen­si­bil­isierung und Weit­er­bil­dung aller Hochschul­mit­glieder inner­halb der rechtlichen Möglichkeit­en zu etablieren. Macht­miss­brauch, Diskri­m­inierung und (sex­u­al­isierte) Gewalt haben keinen Platz an den bay­erischen Kun­sthochschulen! Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass die Rek­torenkon­ferenz der deutschen Musikhochschulen eine detail­lierte Stel­lung­nahme vor­bere­it­et.

26 Mär

Die Vielfalt stärken, Diskussionsräume schaffen — der Startschuss für ein richtungsweisendes Amtsjahr

Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat traf sich am 24. März 2024 im Bay­erischen Land­tag, um The­men von Inklu­sion über Chan­cen­gle­ich­heit bis Vielfalt in der bay­erischen Hochschul­land­schaft zu disku­tieren. Im Rah­men der jährlichen Land­tagssitzung des bay­erischen Lan­desstudieren­den­rats kamen 140 Studierendenvertreter:innen aus über 30 Hochschulen sowie Gäste ander­er Lan­desstudieren­den­vertre­tun­gen und der freie zusam­men­schluss von Student*innenschaften (fzs) e. V. zusam­men. Diese wurde mit der SPD-Frak­­tion, vertreten durch den stel­lvertre­tenden Frak­tionsvor­sitzen­den Volk­mar Hal­bleib, MdL, aus­gerichtet. Volk­mar Hal­bleib, stel­lvertre­tender Frak­tionsvor­sitzen­der und Kat­ja Weitzel, hochschulpoli­tis­che Sprecherin: „Die SPD-Land­­tags­frak­­tion unter­stützt die Ziele des Bay­erischen Lan­desstudieren­den­rats. Die Umset­zung von Diver­sität, Chan­cen­gle­ich­heit und Inklu­sion gehören zu den Grun­dauf­gaben der Uni­ver­sitäten und Hochschulen in Bay­ern. Ein offen­er Dia­log und demokratis­che Diskurse soll­ten an den Wis­senschaft­sein­rich­tun­gen vor­bildlich für die ganze Gesellschaft gelebt wer­den. Chan­cen­gle­ich­heit heißt für uns aber auch ein gebühren­freies Studi­um für alle, auch für Studierende aus nicht EU-Län­dern. Wichtig ist für uns, dass das Studi­um für nie­man­den zu ein­er Frage des Geld­beu­tels wird. Studierende brauchen mehr Ange­bote an bezahlbarem Wohn­raum. Mit ein­er Stärkung der Studieren­den­werke set­zen wir uns für mehr Wohn­heim­plätze und den Aus­bau der drin­gend notwendi­gen psy­chol­o­gis­chen Beratungsstellen ein.“ Die Sitzung stellte das Ende der Amt­szeit der amtieren­den Sprecher:innen Annabel Wolter, Torsten Utz und Michael Rup­pert dar. Während die ver­gan­gene Peri­ode von der Insti­tu­tion­al­isierung des Gremi­ums geprägt war, ist nun geplant, auf den neuen Struk­turen aufzubauen und den Schw­er­punkt auf die inhaltliche Weit­er­en­twick­lung des Gremi­ums zu set­zen. Die Sitzung im Land­tag gab einen Startschuss für die kom­mende Amt­szeit der im Jan­u­ar neu gewählten Sprecher:innen. Das neue Team set­zte mit ihrem Lei­tantrag „Diver­sität, Chan­cen­gle­ich­heit und Inklu­sion in der bay­erischen Hochschul­land­schaft“ den inhaltlichen Startschuss für die kom­mende Amtspe­ri­ode. Zu den The­men Diver­sität, Chan­cen­gle­ich­heit und Inklu­sion wer­den in den näch­sten Wochen noch weit­ere Details erar­beit­et wer­den, welche dem Gremi­um zum Beschluss vorgelegt wer­den sollen. „Es ist uns ein großes Anliegen, hochschulpoli­tis­che The­men, welche den Studieren­den in Bay­ern wichtig sind, zu platzieren. So wer­den beispiel­sweise die sozialen The­men BAföG, Stu­den­tis­ches Wohnen und Mobil­ität einen großen Raum ein­nehmen“, erläutert Isabel­la Hen­nessen, desig­nierte Sprecherin des Bay­erischen Lan­desstudieren­den­rats. „Es ist essen­ziell, sich für Demokratie und Diver­sität an Bay­erns Hochschulen einzuset­zen. Diskri­m­inierung und Ras­sis­mus dür­fen in plu­ral­is­tis­chen, vielfälti­gen Hochschul­ge­mein­schaften keinen Platz find­en. Eine offene Diskus­sion­skul­tur muss ver­stärkt gefördert wer­den“, so der desig­nierte Sprech­er Jakob Sehrig. „Um dieser Vielfalt gerecht zu wer­den, muss auch im Lehrbe­trieb viel passieren. Inklu­sion und Chan­cen­gerechtigkeit sind an vie­len Stellen noch nicht aus­re­ichend gegeben, sodass wir uns dafür stark machen wer­den, unter anderem ver­mehrt die Bar­ri­ere­frei­heit voranzubrin­gen“, ergänzt der desig­nierte Sprech­er Nils Weber. „Unsere Nachfolger:innen haben mit ihrem Lei­tantrag rich­tungsweisend vorgelebt, wie sie mit höch­ster Moti­va­tion und Engage­ment den Ver­band in die Zukun­ft lenken wollen. Durch die inhaltliche Fokussierung kann sich der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat auf­bauend auf unsere Arbeit her­vor­ra­gend in der bay­erischen Hochschul­land­schaft posi­tion­ieren. Dafür wün­schen wir den neuen Sprecher:innen viel Erfolg“, so die amtieren­den Sprecher:innen Annabel Wolter, Torsten Utz und Michael Rup­pert. Das Sprecher:innen-Team blickt zuver­sichtlich auf das Amt­s­jahr und freut sich auf die vie­len, wertvolle Impulse der stu­den­tis­chen Vertreter:innen, die die gemein­same Arbeit des Ver­bands prä­gen.

17 Jan

Richtungsweisende Wahl des neu konstituierten Bayerischen Landesstudierendenrats

Die diesjährige Wahlsitzung des Bay­erischen Lan­desstudieren­den­rats (BayStu­Ra) fand am 14. Jan­u­ar 2024 an der Tech­nis­chen Hochschule Nürn­berg statt. Das kom­mende Amt­s­jahr wird von der Fes­ti­gung des BayStu­Ra, der nun in das erste volle Amt­s­jahr nach der Kon­sti­tu­ierung startet, geprägt sein. Das neue Team wird ab dem 1. April 2024 den BayStu­Ra anführen. Kün­ftig wer­den Jakob Sehrig (21, Hochschule für Musik Nürn­berg), Nils Weber (24, Tech­nis­che Hochschule Nürn­berg) und Isabel­la Hen­nessen (26, Tech­nis­che Uni­ver­sität München) die fast 400.000 Studieren­den Bay­erns vertreten. “Ich sehe eine große Ver­ant­wor­tung in der Auf­gabe, mit der wir betraut wur­den und danke den Delegierten für ihr Ver­trauen”, so Isabel­la Hen­nessen. “Ich freue mich sehr, die Studieren­den in Bay­ern im kom­menden Jahr auf Lan­desebene vertreten zu dür­fen”, fügt Nils Weber an. “Nach­dem zulet­zt vor zehn Jahren ein Studieren­der ein­er Kun­sthochschule den BayStu­Ra als Sprech­er vertreten durfte, ist es mir eine große Freude, dass nun mir diese Ehre zuteil wird”,betont Jakob Sehrig. Die bish­eri­gen Sprecher:innen Annabel Wolter, Torsten Utz und Michael Rup­pert haben das Gremi­um erfol­gre­ich durch den Auf­bau begleit­et. “Die let­zten Monate wur­den stark geprägt durch den organ­isatorischen Auf­bau und die the­ma­tis­che Grund­stein­le­gung des neu kon­sti­tu­ierten BayStu­Ra. Wir freuen uns, das Gremi­um in ver­ant­wor­tungsvolle Hände zu leg­en”, erläutern die noch amtieren­den Sprecher:innen. “Der endlich fest­geschriebene BayStu­Ra muss im kom­menden Jahr noch stärk­er etabliert wer­den und so ein fes­ter Ansprech­part­ner rund um alle hochschulpoli­tis­chen Belange wer­den”, so sind sich die neuen Sprecher:innen des BayStu­Ra einig. Nach der erst­ma­li­gen Kon­sti­tu­ierung und dem damit ver­bun­de­nen Trans­for­ma­tion­sprozess, wollen Hen­nessen, Sehrig und Weber wieder starke inhaltliche Akzente set­zen. “Die bay­erische Hochschul­land­schaft muss nach­haltig wer­den und sich für die Zukun­ft rüsten. Nach­haltige Stan­dor­ten­twick­lung und ein Aus­bau erneuer­bar­er Energien sind hier­bei eben­so The­ma wie die Fortschrei­bung bezahlbar­er Mobil­ität im Rah­men des ermäßigten 49 €-Tick­ets”, erläutert Jakob Sehrig. Für Isabel­la Hen­nessen ist die Über­ar­beitung der Lehre ein wichtiges The­men­feld für das kom­mende Amt­s­jahr. “Lehrkonzepte und Prü­fungsmodal­itäten müssen an mod­erne Entwick­lun­gen angepasst wer­den, damit die Hochschulen und Uni­ver­sitäten zukun­fts­fähig bleiben”, ergänzt die Stu­dentin, die über ihre eigene Uni­ver­sität hin­aus auch in die Grün­dungskom­mis­sion der Tech­nis­chen Uni­ver­sität Nürn­berg bestellt ist. Nils Weber möchte vor allem die Ver­net­zung inner­halb der Studieren­den­schaft weit­er fördern. “Für eine starke Inter­essen­vertre­tung auf Lan­desebene ist es essen­ziell, dass wir die Stim­men aller Studieren­den vertreten kön­nen. In Bay­erns divers­er Studieren­den­schaft gilt es ins­beson­dere, die zunehmende Anzahl an inter­na­tionalen Studieren­den mitzu­berück­sichti­gen und sicherzustellen, dass diese in gle­ich­er Weise Zugang zur bay­erischen Hochschul­land­schaft erhal­ten.” Zusam­men­fassend stellt das neu gewählte Sprecher:innen-Team fest: “Vor uns liegen anspruchsvolle The­men, denen wir mit Freude, Respekt und voller Ein­satz begeg­nen.”

2023
10 Dez

Bayerische Lehramtsstudierende und Bayerischer Landesstudierendenrat kritisieren Lehramtsausbildung: PISA und Lehramtsflucht als Folgen?

Die bay­erischen Lehramtsstudieren­den­vertre­tun­gen haben gemein­sam die Umfrage “Stim­mungs­bild Lehramt in Bay­ern” unter rund 3000 bay­erischen Lehramtsstudieren­den durchge­führt. Die Ergeb­nisse geben, ger­ade in Bezug zu den jüng­sten PISA-Erge­b­nis­sen, Anlass zur Sorge und bekräfti­gen den drin­gend erforder­lichen Hand­lungs­be­darf in der bay­erischen Lehramt­saus­bil­dung: Nur jede:r fün­fte bay­erische Lehramtsstudierende empfind­et die Prak­tikas­truk­tur als sin­nvoll und prax­is­nah für das spätere Beruf­sleben. Die Betreu­ung durch über­ar­beit­ete Prak­tikum­slehrkräfte und teil­weise fach­fremde Dozierende wird von der Hälfte der Studieren­den als deut­lich unzure­ichend emp­fun­den. Beson­ders unver­ständlich: Dem Betrieb­sprak­tikum, mit acht Wochen (320 Arbeitsstun­den) als läng­stes Prak­tikum im Studi­um, fehlt jeglich­er päd­a­gogis­che und schulis­che Bezug. Dies ist höchst prob­lema­tisch, da es umfassender ist als alle anderen schulis­chen Prak­ti­ka zusam­men, was zwangsweise die Frage aufwirft, weshalb weit­er­hin daran fest­ge­hal­ten wird. Es wird lediglich das Gefühl ver­mit­telt, dass „Lehrämtler eben auch mal erleben sollen, wie es ist, wirk­lich zu arbeit­en“, was zu ein­er max­i­malen Demo­ti­va­tion und Her­ab­würdi­gung des Stu­di­en­gangs führt, wie in den qual­i­ta­tiv­en Dat­en der Umfrage zu lesen ist. 75% der bay­erischen Lehramtsstudieren­den empfind­en das Staat­sex­a­m­en als völ­lig unangemessen und nicht zeit­gemäß. Die durch­weg mod­u­lare Struk­tur eines Lehramtsstudi­ums, im Gegen­satz zu ein­er zen­tral­isierten staatlichen Abschlussprü­fung, wird als unvere­in­bar betra­chtet. Dies sorgt für der­art großes Unver­ständ­nis und Miss­mut, dass jed­er Dritte bere­its im Studi­um erwägt, das Lehramtsstudi­um auf­grund des Staat­sex­a­m­ens in Bay­ern abzubrechen und in einem anderen Bun­des­land fortzuset­zen. Eine sich abze­ich­nende „Lehramts­flucht“ aus Bay­ern muss aus Sicht der Studieren­den durch Refor­men vom Kul­­tus- und Wis­senschaftsmin­is­teri­ums drin­gend ver­mieden wer­den! Drei von vier bay­erischen Lehramtsstudieren­den haben bere­its im Studi­um große Angst vor dem Ref­er­en­dari­at, während ger­ade ein­mal etwas mehr als 5% angeben, sich darauf zu freuen. Die unver­ständliche, fam­i­lienun­fre­undliche und nicht mehr zeit­gemäße Ver­set­zungspoli­tik des Kul­tus­min­is­teri­ums­führt dazu, dass über die Hälfte der Studieren­den über einen Beruf­swech­sel oder über den Wech­sel des Bun­des­lan­des nach­denkt. Die bay­erischen Lehramtsstudieren­den und der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat fordern drin­gend eine Über­ar­beitung der Lehrkräfteaus­bil­dung. „Wie sollen die jet­zi­gen und zukün­fti­gen Lehrkräfte bei den aktuellen katas­trophalen PISA-Erge­b­nis­sen zur Rechen­schaft gezo­gen wer­den, wenn esoffen­sichtlich bere­its an der als „exzel­lent“ beze­ich­neten Aus­bil­dung scheit­ert?“, kri­tisiert Torsten Utz, Sprech­er des Bay­erischen Lan­desstudieren­den­rats. Die Struk­tur der wichti­gen Prak­ti­ka muss über­dacht und verbessert wer­den. Von Studieren­den als nicht gewinnbrin­gend emp­fun­dene Struk­turen wie das Betrieb­sprak­tikum müssen Platz für Neues und Inno­v­a­tives schaf­fen. „Es ist desas­trös, dass trotz des seit Jahren vorherrschen­dem ekla­tan­ten Lehrkräfte­man­gels an Staat­sex­a­m­en und der derzeit­i­gen Ver­set­zungspoli­tik fest­ge­hal­ten wird!“, moniert Elias Stuben­voll, Vertreter der bay­erischen Expertenkom­mis­sion zur Weit­er­en­twick­lung der Lehrerbil­dung. Es muss darüber nachgedacht wer­den, inwieweit die hier in Bay­ern aus­ge­bilde­ten Lehrkräfte gehal­ten und die sich abze­ich­nende „Lehramts­flucht“ aus Bay­ern ver­hin­dert wer­den kann. Sowohl das Studi­um als auch die Arbeits­be­din­gun­gen danach müssen drin­gend attrak­tiv gestal­tet wer­den, wenn sich auch in den fol­gen­den Jahren junge Men­schen noch für ein Lehramtsstudi­um entschei­den sollen. Die gesamten Umfrageergeb­nisse kön­nen hier beim Bay­erischen Lan­desstudieren­den­rat einge­se­hen wer­den: https://baystura.de/wp-content/uploads/2023/12/Quantitative-Erstauswertung-Stimmungsbild-Lehramt-Bayern.pdf Kon­takt fürRück­fra­gen:Elias Stuben­voll – Stu­den­tis­ch­er Vertreter der Expertenkom­mis­sion zurWeit­er­en­twick­lung der Lehrerbil­dungTel.: +49 (0) 9195 6982324E‑Mail: elias-matthias.stubenvoll@stud.uni-bamberg.de Bay­erisch­erLan­desstudieren­den­ratTel.: +49 (0) 156/78497658E‑Mail: sekretariat@baystura.de

26 Okt

KEINE Vision für Bayerns Hochschullandschaft

„Die bay­erische Hochschulpoli­tik bekommt wed­er eine Vision noch einen Fahrplan“ stellt Michael Rup­pert, Sprech­er des Bay­erischen Lan­desstudieren­den­rats klar. Ges­pan­nt haben die Studieren­den als größte Sta­tus­gruppe der bay­erischen Hochschul­land­schaft auf die Unterze­ich­nung und die Details zu dem Koali­tionsver­trag gewartet. Die Ergeb­nisse der Ver­hand­lun­gen wirken eher wie ein Schlag ins Gesicht. Von dem Fortschritt, der die bay­erische DNA aus­machen soll, ist nichts erkennbar. In den vier Seit­en über die bay­erische Wis­senschaft­s­land­schaft find­et sich neben vie­len Wörtern wenig Inhalt. „Große soziale Her­aus­forderun­gen der Studieren­den wie die zunehmend anges­pan­nte finanzielle Sit­u­a­tion und die psy­chis­che Belas­tung wer­den gar nicht the­ma­tisiert. Stattdessen wird damit geprahlt, dass das Studi­um kosten­los wäre. Dies entspricht nicht der Real­ität, son­dern ist glatt gel­o­gen“, empört sich Torsten Utz, Sprech­er des Bay­erischen Lan­desstudieren­den­rats. Es gibt nur wenige Punk­te, die erken­nen lassen, dass es sich um den Koali­tionsver­trag von 2023 und nicht von 2018 han­delt. So wird von ein­er Verbesserung der Rah­menbe­din­gun­gen für wis­senschaftliche Kar­ri­eren von Frauen gesprochen. Ein Ziel, das bere­its mit dem Kaskaden­mod­ell im Bay­erischen Hochschulin­no­va­tion­s­ge­setz ver­ankert wurde. „Sich der Umset­zung der eige­nen Geset­ze zu verpflicht­en, zeugt nicht ger­ade von Inno­va­tion­skraft“ unter­stre­icht Annabel Wolter, Sprecherin des Bay­erischen Lan­desstudieren­den­rats. Zudem ist von der 2018 ver­sproch­enen soli­den Grund­fi­nanzierung der Lehre in dem neuen Koali­tionsver­trag nichts wiederzufind­en. Der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat fordert die Bay­erische Staat­sregierung dazu auf, sich ern­sthaft mit den Sor­gen und Prob­lem der bay­erischen Studieren­den auseinan­derzuset­zen und sig­nal­isiert Gesprächs­bere­itschaft für die zukün­ftige Gestal­tung der bay­erischen Hochschul­land­schaft in den kom­menden fünf Jahren.

25 Jul

Symbolträchtiger Tag für Bayerns Studierende — Eine neue Ära beginnt

Am 23. Juli hat sich im Bei­sein von Staatsmin­is­ter Blume und dem Frak­tionsvor­sitzen­den der Freien Wäh­ler, Flo­ri­an Streibl, in einem fes­tlichen Rah­men der Bay­erische Lan­desstudieren­den­rat (BayStu­Ra) kon­sti­tu­iert. Zu der ersten Sitzung des Gremi­ums reis­ten über 200 Studierende aus 40 Hochschulen in ganz Bay­ern an. Auch die Abge­ord­neten des Land­tagsauss­chuss­es für Wis­senschaft und Kun­st nah­men an diesem his­torischen Akt teil und sicherten zugle­ich eine gemein­same Sitzung in den näch­sten Monat­en zu. Die Ver­anstal­tung wurde durch Gruß­worte des Staatsmin­is­ters Markus Blume, des Frak­tionsvor­sitzen­den der Freien Wäh­ler, Flo­ri­an Streibl, des Vor­sitzen­den des Land­ta­gauss­chuss­es für Wis­senschaft und Kun­st Robert Bran­nekäm­per sowie der Abge­ord­neten des Auss­chuss­es eröffnet. Anschließend stellte sich der Staatsmin­is­ter begeis­tert den span­nen­den Fra­gen des Plenums. Nach dem Beschluss der Geschäft­sor­d­nung und damit der formellen Kon­sti­tu­ierung des Bay­erischen Lan­desstudieren­den­rats, wählten die Del­e­ga­tio­nen Annabel Wolter, Torsten Utz und Michael Rup­pert zu den ersten Sprecher*innen des BayStu­Ra. “Wir wollen Studieren­den in ganz Bay­ern eine Stimme geben und unsere The­men gezielt platzieren”, beto­nen die Sprecher*innen Annabel Wolter, Michael Rup­pert und Torsten Utz. Es geht um große The­men wie stu­den­tis­chen Wohn­raum und die Aus­gestal­tung des BAföG. Aber ger­ade auch die The­men direkt an den Hochschulen wie die Qual­ität in Lehre und Prü­fun­gen sind ein großes The­ma der bay­erischen Studieren­den­vertre­tun­gen. Annabel Wolter, Sprecherin des BayStu­Ra: “Nach­dem der Wun­sch ein­er geset­zlich ver­ankerten Vertre­tung auf der Lan­desebene über mehrere Jahre ignori­ert wurde, ist dieser Tag mehr als über­fäl­lig”. Mit der Ver­ankerung des BayStu­Ra geht ein Informations‑, Vorschlags- und Anhörungsrecht gegenüber dem Staatsmin­is­teri­um für Wis­senschaft und Kun­st ein­her. “Damit wer­den wir endlich als das anerkan­nt, was wir schon seit Jahren sind: Ein rel­e­van­ter Teil der poli­tis­chen Debat­te” unter­stre­icht Torsten Utz, Sprech­er des BayStu­Ra. Wie auch die Vorgän­gerin­sti­tu­tion, die Lan­des-ASten-Kon­ferenz (LAK) Bay­ern, möchte der BayStu­Ra eng mit den Ver­bän­den und Akteur*innen aus der bay­erischen Hochschul­land­schaft zusam­me­nar­beit­en. “Die kon­sti­tu­ierende Sitzung hat bere­its gezeigt, dass wir als anerkan­nter Part­ner naht­los weit­er mit unserem Net­zw­erk zusam­me­nar­beit­en kön­nen. Viele langjährige Ver­traute sind zur Sitzung erschienen, um diese part­ner­schaftliche Ver­bun­den­heit zu unter­stre­ichen”, erläutert Michael Rup­pert, Sprech­er des BayStu­Ra. Die Kon­sti­tu­ierung des BayStu­Ra war ein voller Erfolg. Dazu Wis­senschaftsmin­is­ter Markus Blume „Ein his­torisch­er Tag für Bay­erns Studierende und eine echte Pre­miere! In der Herzkam­mer der bay­erischen Demokratie schreiben wir heute Geschichte bei der stu­den­tis­chen Mitbes­tim­mung im Freis­taat: Der Lan­desstudieren­den­rat ist die erste geset­zlich etablierte Inter­essen-vertre­­tung der Studieren­den auf Lan­desebene. Das ist ein zukun­ftsweisender Erfolg unseres neuen Bay­erischen Hochschulin­no­va­tion­s­ge­set­zes und damit der gesamten bay­erischen Hochschul­fam­i­lie! Ich sehe den Lan­desstudieren­den­rat als wichtige Stimme bei stu­di­en­poli­tis­chen Fra­gen in Bay­ern, denn erfol­gre­iche Hochschulpoli­tik ist nur mit den Studieren­den gemein­sam möglich. Deshalb wün­sche ich dem gewählten Team der Sprecherin­nen und Sprech­er und allen Beteiligten viel Tatkraft und freue mich auf eine gute Zusam­me­nar­beit: Lassen Sie uns die Zukun­ft des Wis­senschaft­s­lan­des Bay­ern gemein­sam gestal­ten!“ Weit­ere Stim­men der Ver­anstal­tung find­en sich auch unter konstituierung.baystura.de.

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